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Artikel aus der NW vom 21.02.2009
TISCHTENNIS: SV Brackwede verliert die Regionalliga nicht aus den Augen
VON HEINZ-DIETER KLUSMEYER
Bielefeld. Obwohl die SV Brackwede in der Regionalliga noch vier Punktspiele zu bestreiten hat, sind die Chancen auf den angestrebten Klassenerhalt schon jetzt auf den Nullpunkt gesunken. Doch diese Aussicht sorgt bei Spielern, Offiziellen und Fans keineswegs für Krisenstimmung.”Wir wussten schon bei der Planung, was uns in dieser ausgeglichenen Staffel erwartet, leider hat es am Ende nicht ganz für ein weiteres Wunder gereicht”, beschreibt Sportwart Stefan Abke die Situation bei der SVB, die ihre Fans durch Einsatz und dramatische Begegnungen begeisterte. Lediglich in der Partie beim ASV Wuppertal agierte das Sextett aus der Vogelruthschule unter seinen Möglichkeiten und kassierte eine glatte 1:9-Pleite, die nach dem sensationellen 8:8-Unentschieden gegen Spitzenreiter GW Bad Hamm nicht zu erwarten war. “In diesem Match hatte das Team seinen Tiefpunkt erreicht, doch unsere Zuschauer können sicher sein, dass wir in den restlichen Spielen gegen Porz, Uerdingen, Düsseldorf und Bönen alles geben werden, um uns mit Anstand aus der Regionalliga zu verabschieden”, stellt Abke klar.
Im Hintergrund werden schon die Weichen für die neue Saison gestellt, denn die SVB würde nur zu gern in die Regionalliga zurückkehren. “Es ist derzeit noch zu früh, über das Gesicht der neuen Mannschaft zu diskutieren, aber der Vorstand wird alles versuchen, um weiter attraktiven Tischtennissport in der Vogelruthschule zu bieten”, sagt Abke und blickt optimistisch in die Zukunft.
Dies gilt auch für den sportlichen Werdegang der “Dritten”, die als Tabellenführer der Bezirksliga an das Tor zur Landesliga klopft. Das Spitzenspiel beim TTV Lübbecke ging am Montag zwar mit 5:9 verloren - Abke/Strothmann, Baiturin (2), Abke und Triebler schwächten ab - , der Aufstieg ist deswegen aber kaum in Gefahr. “Da zwei Mannschaften direkt aufsteigen, benötigen wir aus den letzten vier Begegnungen noch fünf Pluspunkte, das sollte uns mit der nötigen Konzentration gelingen”, freut sich Abke auf den Aufstieg.
Da viele seiner Mannschaftskameraden weite Anreisen haben, möchte die Dritte wieder samstags spielen, nennt Abke einen weiteren “Aufstiegsgrund”. Ob man dann gegen die Ortsrivalen antreten darf, steht allerdings noch in den Sternen, da der TuS Brake (Aufstiegsambitionen) und der ESV Bielefeld (Abstiegskampf) bis zum letzten Spieltag für ihre Ziele kämpfen müssen.
Leider wird der Bielefelder Tischtenniskreis auch im Damenbereich sein Aushängeschild verlieren, da der VfL Oldentrup vor der direkten Rückkehr in die Oberliga steht. Wie in den Jahren zuvor musste der VfL feststellen, dass die Regionalliga nicht mit der Oberliga zu vergleichen und ohne finanzielle “Kraftakte” kaum zu bewältigen ist. Gerade diese möchte man aber in Oldentrup vermeiden, wo Trainer Joachim Middendorf und seine Helfer weiter auf eine ambitionierte Jugendarbeit setzen.